Motorsport
Didier Grams auch 2010 im Racing Team Germany Suzuki Müller
Didier Grams aus Limbach-Oberfrohna wird in dieser Saison im "Racing Team Germany-Suzuki-Müller" starten. Durch die Kooperation mit dem von Dirk Heidolf geleiteten Team soll Know-how gebündelt und die Medienpräsenz weiter gestärkt werden. Während sich der ehemalige 250er WM-Fahrer Heidolf um die Projekte in WM und DM kümmert, ist Suzuki-Händler Jens Müller für den Bereich Superbike zuständig.
Wichtigstes sportliches Ziel in der Saison 2010 ist für Didier Grams der Gewinn der International Roadracing Championship. Diese neue, international offene europäische Serie wird auf klassischen Straßenkursen in den Niederlanden, Belgien und Deutschland ausgefahren.
Das zweite Arbeitsgebiet von Didier wird die Internationale Deutsche Meisterschaft (IDM) der Superbikes sein. Bei den Rennen in den neuen Bundesländern will der 26-jährige Sachse den Fans ordentliche Leistungen zeigen. Der Terminplan für diese hochkarätige Serie steht fest. Auftakt war am 25. April auf dem Eurospeedway Lausitz. Am 20. Juni ist der IDM-Lauf auf dem Sachsenring, vorher wird in Hengelo und in Bremerhaven um Pokale gefightet.
IDM, 1. Lauf, Eurospeedway Lausitz
Zwei Punkte zum Saisonstart
Endlich geht es wieder los. Über Ostern haben wir an gleicher Stelle bereits trainiert. Dabei mussten wir feststellen, dass die Abstimmung eines neuen Fahrwerksystems eine knifflige Sache ist. Jedenfalls hatten wir jede Menge Gelegenheit, das Teamwork zu testen und uns auf die Zusammenarbeit währen der 2010er Saison einzustimmen. Neu-Mechaniker Martin Gessner legte einen prima Einstand hin. Im Training zu den ersten IDM-Läufen auf dem Lausitzring setzten wir also unsere Lernprozesse fort, optimierten das Mopped und Didier versuchte in den Sessions zügige Runden zu drehen. Etwas enttäuscht fanden wir uns nach den Zeittrainings schließlich auf Rang 22 wieder. Aber Rennen ist Rennen. Man muss gut vom Start wegkommen, 18 Runden lang auf dem Bock sitzen bleiben und die schwarz-weiße-Flagge sehen. Die Favoriten hatten da so ihre Probleme. Bauer flog von seiner KTM, Teuchert blieb mit seiner Yamaha stehen, Daemen wurde von Juhasz torpediert. Didier fuhr ein überlegtes, konstantes Rennen, arbeitete sich nach vorn und durfte sich letztendlich über den 15. Rang und einen Meisterschaftspunkt freuen. Im zweiten Umlauf funktionierte es ähnlich gut und der zweite Punkt wurde eingesackt. Viertbester Deutscher in der Punktewertung einer deutschen Meisterschaft klingt doch ganz gut, oder? Zum Gucken hier entlang.
International Roadracing Championship, 1.Lauf
Doppelsieg in Hengelo
Unser Fahrer Didier Grams holte sich zum Auftakt der International Roadracing Championship (IRRC) zwei Siege im niederländischen Hengelo. Bei kühlen Temperaturen, aber trockener Strecke, konnte er bereits im Training an seine Vorjahreszeiten anknüpfen. Wir waren zwischenzeitlich zum "alten" ÖHLINS-Fahrwerk zurückgekehrt, mit dem wir auf Anhieb besser zurechtkamen. Das Reifenbild verbesserte sich sprunghaft. Der Fahrer freute sich über ein gut abgestimmtes Motorrad. Auch Lokalmatador Wim Theunissen zeigte sich in guter Verfassung und drehte schnelle Runden auf dem schmalen, knapp fünf Kilometer langen, Varsselring. Im ersten Rennen der großen Superbikes holte sich Grams, aus der Poleposition startend, sofort die Führung und gab sie über die Zwölfrunden-Distanz nicht mehr her. Zweiter wurde Wim Theunissen (NL) vor Tom van Looy (B). Im zweiten Umlauf ein ähnliches Bild. Theunissen hatte beim Start Mühe, seine etwas knapp übersetzte Kawasaki am Aufbäumen zu hindern. Sofort setzte sich Didier an die Spitze und baute seinen Vorsprung auf knapp sechs Sekunden aus. Theunissen und van Looy folgten auf den Plätzen. Hier erste Fotos.
53. Fischereihafenrennen
Rekordflut an der Küste
Auch beim 53. Bremerhavener Fischereihafenrennen machte Didier Grams klar, wer in der Open-Klasse der Chef ist. Er holte nicht nur zwei Laufsiege für das Racing Team Germany Suzuki Müller sondern verbesserte auch seinen eigenen Rundenrekord von 2009. Weil sich im Training der Lenkungsdämpfer aus seiner Halterung löste, musste der Limbach-Oberfrohnaer die Session vorzeitig abbrechen und sich mit Startplatz zwei begnügen. Polesetter Thorsten Bammann aus Sittensen konnte seine Position nicht nutzen und Grams zog auf und davon. Ein Sturz führte zum Rennabbruch und das Feld wurde ein zweites Mal gestartet. Nach der aus Zeitgründen verkürzten Distanz von vier Runden kam Didier Grams vor dem Stuttgarter Robert Glück und Thilo Günther aus Bielefeld ins Ziel.Im zweiten Rennen der großen Superbikes lieferte sich Honda-Pilot und PS-Testfahrer Robert Glück ein Duell mit Didier Grams. In Runde zwei war dieses Thema geklärt und fünf Umläufe später begann der schnelle Sachse mit den Überrundungen. Didier Grams, Robert Glück und Ronny Lorenz lautete diesmal der Zieleinlauf. Hier gibt es die Bilder davon.
International-Roadracing-Championship, 2. Lauf
Didier "magic tornado" Grams siegt an der Nordsee
Didier Grams dominierte die Rennen zur International Roadracing Championship (IRRC) am 6. Juni im belgischen Oostende. Im Zeittraining am Vortag sicherte er sich bei strahlendem Sonnenschein die Poleposition vor dem Niederländer Wim Theunissen und dem Belgier Tom van Looy. Ganz anders die Wetterverhältnisse beim ersten Rennen. Starker Regen machte die ohnehin vom Belag her komplizierte Strecke noch schwieriger. Didier fand sehr schnell den optimalen Rhythmus auf dem Hafen-Kurs und eroberte sich im dritten Umlauf die Führung. Bis zur Zielflagge legte er über 27 Sekunden zwischen sich und den Zweitplatzierten Wim Theunissen. Henri Minnen (NL) kam auf den dritten Rang. Von den weiteren deutschen Teilnehmern schaffte es Thilo Häfele auf den siebenten Rang. Stefan Holz und Heinz Reiner Düssel folgten auf 13. und 14. Position. Das zweite Rennen konnte auf trockener Strecke gefahren werden. Bis zur zwölften Runde wartete der Fahrer des Racing Teams Germany Suzuki Müller besonnen auf eine günstige Gelegenheit, um sich die Führung und den Rennsieg zu sichern. Das Publikum im Hafengelände an der belgischen Nordseeküste und der Streckensprecher honorierten die Verfolgungsjagd. Von Didier "magic" Grams und "Tornado-Didier" war die Rede. Zweiter wurde wieder Wim Theunissen (NL). Heinz Reiner Düssel (D) erkämpfte sich als Dritter ebenfalls einen Platz auf dem Podest.
IDM, 4. Lauf, Sachsenring
Sturzpech vorm IDM-Klassiker in Sachsen
Anspruchsvolle Aufgaben warteten auf das Team beim Heim-Klassiker auf dem Sachsenring zum vierten IDM-Lauf des Jahres. Nicht eingeplant: Didier stürzte im freien Training vor der Linkskurve nach der Karthalle. Die Blessuren an Fahrer und Maschine hielten sich glücklicherweise in Grenzen, so dass die Vorbereitungen auf das Zeittraining fortgesetzt werden konnten. Ordentliche Wackler zeigten an, dass es bei der Fahrwerksabtsimmung noch Verbesserungsbedarf gibt. Optimistisch ging es ins Qualifying. Aber so sehr Didier auch am Kabel zog, mehr als ein 26ter Startplatz wollte einfach nicht herausspringen. Gegen Ende des ersten Zeittrainings passierte es, unser Fahrer verschwand von der Rundenanzeige. Nervosität in der Box und die bange Frage: "rider #26 in the medical center", wie ernst ist es? Kurz darauf leichte Entwarnung, als die Crew sehen konnte, dass Didier die Fahrt im weiß-roten Auto immerhin sitzend absolvieren konnte. Der Aufschlag blieb natürlich nicht ohne Folgen. Trotzdem entschied sich Didier, auf seiner Heimstrecke am nächsten Tag ins Rennen zu gehen und sich dem Feld und den Fans zu stellen. Rennen1 beendete er auf dem 22., Rennen 2 auf dem 21. Rang. Durch böse Attacken an der Spitze kickten sich die Führenden Muggeridge und Teuchert gegenseitig von der Strecke. Auch für sie war an der Karthalle Schluss mit lustig. So sahen 27.500 Zuschauer einmal den Australier Karl Muggeridge und im zweiten Heat den Österreicher Martin Bauer vorn.









