IDM, 1. Lauf, Eurospeedway Lausitz

Zwei Punkte zum Saisonstart

Endlich geht es wieder los. Über Ostern haben wir an gleicher Stelle bereits trainiert. Dabei mussten wir feststellen, dass die Abstimmung eines neuen Fahrwerksystems eine knifflige Sache ist. Jedenfalls hatten wir jede Menge Gelegenheit, das Teamwork zu testen und uns auf die Zusammenarbeit währen der 2010er Saison einzustimmen. Neu-Mechaniker Martin Gessner legte einen prima Einstand hin. Im Training zu den ersten IDM-Läufen auf dem Lausitzring setzten wir also unsere Lernprozesse fort, optimierten das Mopped und Didier versuchte in den Sessions zügige Runden zu drehen. Etwas enttäuscht fanden wir uns nach den Zeittrainings schließlich auf Rang 22 wieder. Aber Rennen ist Rennen. Man muss gut vom Start wegkommen, 18 Runden lang auf dem Bock sitzen bleiben und die schwarz-weiße-Flagge sehen. Die Favoriten hatten da so ihre Probleme. Bauer flog von seiner KTM, Teuchert blieb mit seiner Yamaha stehen, Daemen wurde von Juhasz torpediert. Didier fuhr ein überlegtes, konstantes Rennen, arbeitete sich nach vorn und durfte sich letztendlich über den 15. Rang und einen Meisterschaftspunkt freuen. Im zweiten Umlauf funktionierte es ähnlich gut und der zweite Punkt wurde eingesackt. Viertbester Deutscher in der Punktewertung einer deutschen Meisterschaft klingt doch ganz gut, oder? Zum Gucken hier entlang.

 
 
 
 
 
 

International Roadracing Championship, 1.Lauf, Hengelo (NL)

Doppelsieg in Hengelo

Unser Fahrer Didier Grams holte sich zum Auftakt der International Roadracing Championship (IRRC) zwei Siege im niederländischen Hengelo. Bei kühlen Temperaturen, aber trockener Strecke, konnte er bereits im Training an seine Vorjahreszeiten anknüpfen. Wir waren zwischenzeitlich zum "alten" ÖHLINS-Fahrwerk zurückgekehrt, mit dem wir auf Anhieb besser zurechtkamen. Das Reifenbild verbesserte sich sprunghaft. Der Fahrer freute sich über ein gut abgestimmtes Motorrad. Auch Lokalmatador Wim Theunissen zeigte sich in guter Verfassung und drehte schnelle Runden auf dem schmalen, knapp fünf Kilometer langen, Varsselring. Im ersten Rennen der großen Superbikes holte sich Grams, aus der Poleposition startend, sofort die Führung und gab sie über die Zwölfrunden-Distanz nicht mehr her. Zweiter wurde Wim Theunissen (NL) vor Tom van Looy (B). Im zweiten Umlauf ein ähnliches Bild. Theunissen hatte beim Start Mühe, seine etwas knapp übersetzte Kawasaki am Aufbäumen zu hindern. Sofort setzte sich Didier an die Spitze und baute seinen Vorsprung auf knapp sechs Sekunden aus. Theunissen und van Looy folgten auf den Plätzen. Hier erste Fotos.

 
 
 
 
 
 

53. Fischereihafenrennen

Rekordflut an der Küste

Auch beim 53. Bremerhavener Fischereihafenrennen machte Didier Grams klar, wer in der Open-Klasse der Chef ist. Er holte nicht nur zwei Laufsiege für das Racing Team Germany Suzuki Müller sondern verbesserte auch seinen eigenen Rundenrekord von 2009. Weil sich im Training der Lenkungsdämpfer aus seiner Halterung löste, musste der Limbach-Oberfrohnaer die Session vorzeitig abbrechen und sich mit Startplatz zwei begnügen. Polesetter Thorsten Bammann aus Sittensen konnte seine Position nicht nutzen und Grams zog auf und davon. Ein Sturz führte zum Rennabbruch und das Feld wurde ein zweites Mal gestartet. Nach der aus Zeitgründen verkürzten Distanz von vier Runden kam Didier Grams vor dem Stuttgarter Robert Glück und Thilo Günther aus Bielefeld ins Ziel.Im zweiten Rennen der großen Superbikes lieferte sich Honda-Pilot und PS-Testfahrer Robert Glück ein Duell mit Didier Grams. In Runde zwei war dieses Thema geklärt und fünf Umläufe später begann der schnelle Sachse mit den Überrundungen. Didier Grams, Robert Glück und Ronny Lorenz lautete diesmal der Zieleinlauf. Hier gibt es die Bilder davon.

 
 
 
 
 
 
grams_theunissen<br>

International-Roadracing-Championship, 2. Lauf, Oostende (B)

Didier "magic tornado" Grams siegt an der Nordsee

Didier Grams dominierte die Rennen zur International Roadracing Championship (IRRC) am 6. Juni im belgischen Oostende. Im Zeittraining am Vortag sicherte er sich bei strahlendem Sonnenschein die Poleposition vor dem Niederländer Wim Theunissen und dem Belgier Tom van Looy. Ganz anders die Wetterverhältnisse beim ersten Rennen. Starker Regen machte die ohnehin vom Belag her komplizierte Strecke noch schwieriger. Didier fand sehr schnell den optimalen Rhythmus auf dem Hafen-Kurs und eroberte sich im dritten Umlauf die Führung. Bis zur Zielflagge legte er über 27 Sekunden zwischen sich und den Zweitplatzierten Wim Theunissen. Henri Minnen (NL) kam auf den dritten Rang. Von den weiteren deutschen Teilnehmern schaffte es Thilo Häfele auf den siebenten Rang. Stefan Holz und Heinz Reiner Düssel folgten auf 13. und 14. Position. Das zweite Rennen konnte auf trockener Strecke gefahren werden. Bis zur zwölften Runde wartete der Fahrer des Racing Teams Germany Suzuki Müller besonnen auf eine günstige Gelegenheit, um sich die Führung und den Rennsieg zu sichern. Das Publikum im Hafengelände an der belgischen Nordseeküste und der Streckensprecher honorierten die Verfolgungsjagd. Von Didier "magic" Grams und "Tornado-Didier" war die Rede. Zweiter wurde wieder Wim Theunissen (NL). Heinz Reiner Düssel (D) erkämpfte sich als Dritter ebenfalls einen Platz auf dem Podest.

 
 
 
 
 
 

23. Int. Halle-Saale-Schleife Rennen

Heißes Comeback an der Saale

Nach einem 43jährigen Dornröschenschlaf wurde der Hallenser Stadtkurs "Halle-Saale-Schleife" wieder wachgeküsst. Fast 40 °C im Schatten ließen leider nur die leidenschaftlichsten und leidensfähigsten Motorsportfans an die Strecke rund um das Hallenser Eisstadion kommen. Diese erlebten eine tolle Show mit aktuellen und klassischen Motorrädern, Automobilen in Demoläufen und gut aufgelegte Moderatoren. Speedway-Legende und Nordlicht Egon Müller genoss die Interviews mit den alten und jungen Haudegen, speziell aus Sachsen. Das Racing-Team-Germany-Suzuki-Müller konnte auch dieser Veranstaltung seinen Stempel aufdrücken. Schon in den Trainings zeigte Didier Grams, dass an Ihm nur schwer ein Weg vorbei gehen wird. Tourist-Trophy-Fahrer Rico Penzkofer war auf BMW mit von der Partie und meldete seinerseits ernste Ambitionen an. Nur eine Sekunde hinter Didier schoss der Mittvierziger Reinhard Strack durch die Lichtschranke und signalisierte, dass er und seine Yamaha R1 auf der Hallenser Schleife bestens zurechtkommen.
Zweiter Platz im ersten Rennen

Die Stallorder sah vor, "Penz" keinesfalls um jeden Preis überholen zu wollen. Das Team war sich bewusst, dass ein super Start die halbe Miete sein wird. Danach hieß es, trotz Gluthitze fehlerfreie Runden abspulen. Der Start zum ersten Heat gelang bestens. Didier zog als erster durch die Nord-Kurve und fuhr auf den langen, geraden Gimritzer Damm, der nur durch zwei Schikanen unterbrochen war. Ein Fehler in der Schikane schüttelte ihn mächtig durch und Rico nahm die Einladung zum Überholen sofort an. Penzkofer vor Grams und Strack lautete der Einlauf. Mit respektvollen Abstand kamen die "Race Rookies" Martin Gessner und Thomas Vetter ins Ziel. Schrauber und Teammanager des RTGSM erfüllten sich den langgehegten Wunsch, in ihrer Heimatstadt selbst ein Rennen zu fahren.

Sieg in Umlauf zwei

Das Nachmittagsrennen sah zunächst Rico Penzkofer an der Spitze. Didier in Lauerstellung dahinter, gefolgt von Thilo Günther und Stefan Holz. Plötzlich bildete sich eine Ölspur auf der Strecke und da war es auch schon passiert. Der Motor von "Penz" kollabierte, verölte sein Hinterrad und ließ ihn highsidend vom Bock gehen. Aus etwa 200 km/h schlug er hart in die Strohballen ein.Mit jeweils einem gebrochenen Brust- und Lendenwirbel wurde er ins Krankenhaus eingeliefert und sofort einer Notoperation unterzogen. Die OP dauerte fünf Stunden und ist erfolgreich verlaufen. Die Wirbel sind versorgt und nach den Aussagen der Mediziner wird Penz wieder im Motorradrennsport antreten können. Nach Diskussion unter Rennleitung und Fahrern wurde nach dem Abbruch das Rennen erneut gestartet um den Zuschauern wenigstens noch vier Runden der open Klasse zu präsentieren. Zwölf von 25 Fahrern reihten sich nochmal in die Aufstellung ein. Didier fuhr einen ungefährdeten Sieg vor Strack und Holz ein.

 
 
 
 
 
 
Didier Grams (Suzuki) vor Udo Reichmann<br>

International-Roadracing-Championship, 3. Lauf, Chimay (B)

Klarer Fall in Chimay

Beim fünften und sechsten Rennen zum IRRC-Cup im belgischen Chimay ließ Didier Grams keinerlei Zweifel an seinen Titelambitionen aufkommen. Nachdem er sich im Training die Poleposition gesichert hatte, fuhr er auch noch das Training zur belgischen Superbike-Meisterschaft mit. Dort reichte es auch noch zu einem sehr respektablen dritten Platz. Im Rennen eins ging Didier von der Pole aus sofort an die Spitze, um das Feld drei Runden lang anzuführen. Ein Highsider von Sören Sickmann führte zum Rennabbruch. Nach dem Neustart wieder das gewohnte Bild, Grams an der Spitze, gefolgt von van Looy und Reichmann. Das zweite Rennen ging ohne Zwischenfälle über die Bühne. Udo Reichmann konnte sich lange auf dem zweiten Platz hinter Didier Grams halten. Ein Fahrfehler warf ihn später auf den fünften Platz zurück. Im Ziel lautete die Reihenfolge Didier Grams vor Tom van Looy und Wim Theunissen. Die deutsche Fraktion zeigte sich in ordentlicher Verfassung. Die Reihe der top ten komplettierten Heinz Reiner Düssel, Thilo Hafele, Stefan Holz und Ronny Lorenz.

 
 
 
 
 
 
Didier Grams (Suzuki) vor Udo Reichmann<br>

International-Roadracing-Championship, 5. Lauf, Schleizer Dreieck

Knappe Fights in Schleiz

Nach seinen Doppelsiegen in Hengelo, Oostende und Chimay dominiert Didier Grams auch beide Rennen zur International Roadracing Championship (IRRC) auf dem Schleizer Dreieck. Im Qualifying holte sich Udo Reichmann (D/BMW) die Pole-Position vor dem nicht punkteberechtigten Gaststarter Harald Kitsch (D/Buell), Tabellenführer Didier Grams (D/Suzuki) und Ronny Lorenz (D/Kawasaki).
Im ersten Lauf gab es einen spannende Zweikampf zwischen Grams und Reichmann. Didier gewann mit knappen vier Zehnteln Vorsprung. Thilo Häfele (D/Yamaha) konnte sich im Kampf um den dritten Platz vor Wim Theunissen (NL/Kawasaki) und Stefan Holz (D/BMW) durchsetzen.
Das zweite Rennen wurde erneut eine sichere Beute des Titelfavoriten Didier Grams. Udo Reichmann folgte auf dem zweiten Platz. Den dritten Podiumsplatz holte sich Wim Theunissen vor Stefan Holz und Thilo Häfele.

 
 
 
 
 
 
Didier spielt die erste Geige<br>

International-Roadracing-Championship, Finale, Frohburger Dreieck

Finale in Frohburg

Mit zwei souveränen Laufsiegen stellte Didier klar, dass er auch in Frohburg die erste Geige spielt. Mit der lupenreinen Bilanz von zehn Siegen bei zehn Starts marschierte er mit weißer Weste durch die Meisterschaft.
Grams, Reichmann, Häfele, so die Reihenfolge im vorletzten IRRC-Lauf. Wim Theunissen, der "Verfolger" laut Gesamtklassement, lag nach acht Runden knapp 22 Sekunden zurück und kommentierte: "Der Didier ist ein Zauberer. Der beherrscht hier alles, eine Strecke, wie für ihn gemacht." Im letzten Lauf die gleichen Kandidaten auf dem Podium, Tom van Looy (B) auf der vierten Position, Theunissen auf Platz acht, eine sehr klare Angelegenheit. Nach der Siegerehrung im Festzelt begann die Party auf dem Firmengelände des Neubert-Racingshops. Bei Livemusik, Videorückblenden und mit Gästen mehrerer Nationen wurde ordentlich gefeiert.

 
 
 
 
 
 
Didier Grams beim Motorcycle GP Macau 2010<br>

44. Motorrad Grand Prix von Macau

Häuserkampf in Macau

Der Guia-Circuit von Macau, ein 6,2 km langer Kurs mit schnellen Geraden und scharfen Ecken, nur von Mauern und Leitplanken begrenzt, mitten durch die Häuserschluchten einer Glücksspiel-Metropole in China. Zunächst galt es, die Qualifikationshürde zu schaffen und ein Gefühl für die Strecke zu bekommen. Von Session zu Session verbesserten sich die Zeiten. "Bei meinen ersten Runden habe ich gedacht, wo muss ich denn hier lang? Es ist schon gewöhnungsbedürftig, wenn man wegen der Leitplanken und Mauern den Streckenverlauf nicht sehen kann und sich an den Mittelstrichen der Fahrbahnmarkierung orientieren muss. Ich habe schon viel Roadracing erlebt, aber Macau ist eine andere Welt. Ich kann nur sagen: echt geil.“ schilderte Didier Grams seine Eindrücke. Mit seinem 18. Platz als Debütant beim Macau-Grand Prix der Motorräder ließ sich Didier noch Reserven und machte klar, dass er auch 2011 auf die Starterliste gehört.

 
 
 
 
 

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